Home
Adresse
News
Geschichte
Aussehen
Unser Rudel
Nachwuchs
H&H
Wurfplanung
Andenken
Impressionen
Links

 

Willkommen bei den
Eddy´s Master´s Cream Beardies (VDH/FCI)



Wie muss ein Bearded Collie aussehen? Wie muss er sein?

 

 

Eine sichere Auskunft darüber erhält man im FCI-Rassestandard. Dieser wurde einige Male überarbeitet, in wenigen Teilen ergänzt. Im Wesentlichen hat er sich jedoch nicht verändert und beschreibt im Körperbau, Aussehen und Wesen einen Hund, dem seine ursprünglichen Eigenschaften bis heute erhalten geblieben sind. Jegliche abweichende Interpretationen sind falsch, irreführend und ergeben ein befremdliches Bild von dieser wundervollen Hunderasse. Wir veröffentlichen hier die gültige aktuelle und vollständige Fassung des Rassestandards für den Bearded Collie.

 


 

 

Der Bearded Collie –


gültiger offizieller Standard vom 3.11.2014 (Datum der Publikation) FCI-Nr. 271


Ursprung: Großbritannien       Verwendung: Schäfer-und Begleithund

Klassifikation FCI: Gruppe 1- Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde); Sektion 1 – Schäferhunde ohne Arbeitsprüfung

 

 

 

Kurzer geschichtlicher Abriss:

 

 

In schottischen Aufzeichnungen, welche bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, gibt es eine Anmerkung über eine Rasse, die dem Bearded Collie gleicht. Er war seit langem in Schottland und Nord England bekannt, wo er zum Schafehüten gezüchtet wurde. Vor ungefähr 500 Jahren wurden Hunde an der schottischen Küste zurückgelassen, von welchen man sagt, dass sie die Vorfahren des polnischen Niederungshütehundes waren und diese wurden mit den heimischen Hütehunden verpaart. Wenn man sich den polnischen Niederungshütehund ansieht, kann man Ähnlichkeiten erkennen. Aber der Bearded Collie, so wie wir ihn heute kennen, verdankt das meiste seines Aussehens einer gewissen Mrs Willison, welche um 1940 in den Besitz eines Beardiewelpen mit dem Namen Jeannie kam. Nach langer Suche fand sie einen Partner für Jeannie, einen Hund mit Namen Bailey und ihr Bothkennar Zwinger formte das Vorbild für die heutigen Bearded Collies.

 

 

 

Allgemeines Erscheinungsbild:


Schlanker, aktiver Hund. Trotz kräftigen Körperbaus sollte der Hund einen guten Bodenabstand zeigen und nicht zu schwer wirken. Der aufgeweckte, forschende Ausdruck ist ein kennzeichnendes Merkmal dieser Rasse.

 

 

 

Wichtige Proportionen:


Gemessen vom vordersten Punkt des Brustbeins bis zu den Sitzbeinhöckern ist der Hund im Verhältnis von ungefähr 5:4 länger als hoch. Hündinnen dürfen geringfügig länger sein. Der Abstand zwischen Stopp und Hinterhauptbein ist gleich der Breite zwischen den Ohröffnungen.

 


Verhalten/Charakter (Wesen):


Aufmerksam, lebhaft, selbstsicher und aktiv. Zuverlässig, intelligenter Arbeitshund, ohne Anzeichen von Nervosität und Aggressivität.

 

 

 

Kopf:


Kopf im richtigen Verhältnis zur Körpergröße. Der Gesamteindruck ist der eines Hundes mit kräftigem Fang und einem Schädel, der viel Raum für das Gehirn bietet.


Oberkopf: Schädel- breit, flach, quadratisch; Stopp- mäßig.


Gesichtsschädel: Nasenschwamm: groß und quadratisch, meist schwarz, bei blauen und braunen Hunden jedoch normalerweise der Haarfarbe entsprechend. Nasenschwamm einfarbig, ohne Tupfen oder Flecken. Fang: kräftig und entspricht in der Länge dem Abstand zwischen Stopp und Hinterhauptbein. Lefzen: einfarbig, ohne Tupfen oder Flecken. Die Pigmentierung ist der Farbe des Nasenschwamms angepasst. Kiefer/Zähne: Zähne groß und weiß. Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss bevorzugt, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Zangengebiss erlaubt, aber nicht erwünscht. Augen: Im Farbton auf die Farbe des Haarkleides abgestimmt, weit auseinanderliegend und groß, sanft und liebevoll, nicht hervortretend. Augenbrauen nach oben und nach vorne gewölbt, jedoch nicht so lang, dass die Augen verdeckt werden. Die Pigmentierung der Lidränder ist der Farbe des Haarkleides angepasst. Ohren: Von mittlerer Größe und hängend. Bei Aufmerksamkeit heben sie sich am Ansatz bis zur Höhe des Schädels, aber nicht darüber hinaus und lassen den Schädel breiter erscheinen.

 

 

 

Hals:

 

Hals mäßig lang, muskulös und leicht gebogen.

 


Körper:


Die Rückenlänge ergibt sich aus der Länge des Rippenkorbes, nicht aus der Länge der Lendenpartie. Rücken: gerade. Lendenpartie: kräftig. Brust: Tief, mit viel Platz für Herz und Lunge. Rippen gut gewölbt, aber nicht tonnenförmig.
 

 

Rute:


Tief angesetzt, ohne Knick oder Drehung und so lang, dass der letzte Rutenwirbel mindestens bis zu den Sprunggelenken reicht. Im Stand oder im Gehen niedrig mit einem Aufwärtsschwung an der Spitze, bei schnellerer Gangart auch ausgestreckt getragen. Niemals über dem Rücken getragen. Reichlich mit Haar bedeckt.
 

 

Gliedmaßen:
 

Vorderhand: Allgemeines: Vorderläufe gerade und senkrecht, mit kräftigen Knochen, rundherum mit zottigem Haar bedeckt. Schulter: gut schräg zurückliegend. Vordermittelfuß: elastisch, jedoch ohne Schwäche. Vorderpfoten: oval geformt mit gut gepolsterten Ballen. Zehen gewölbt und geschlossen, gut mit Haar bedeckt, auch zwischen den Ballen.


Hinterhand: Allgemeines: Gut bemuskelt. Knie: Gut gewinkelt. Unterschenkel: Kräftig. Sprunggelenk: Tief. Hintermittelfuß: Er steht im rechten Winkel zum Boden und befindet sich im normalen Stand gleich hinter einer von den Sitzbeinhöckern gedachten senkrechten Linie. Hinterpfoten: Oval geformt mit gut gepolsterten Ballen. Zehen gewölbt und geschlossen, gut mit Haar bedeckt, auch zwischen den Ballen.

 


 

Gangwerk:

 

Geschmeidig, gleichmäßig fließend und weit ausgreifend, bei einem Minimum an Anstrengung raumgreifend.
 

 

Haarkleid:


Haar: Doppelt, mit weicher, pelziger und dichter Unterwolle. Deckhaar glatt, hart, kräftig und zottig, weder wollig noch lockig, wobei eine leichte Wellung erlaubt ist. Die Länge und Dichte des Haarkleides ausreichend, um Schutz zu bieten und die Form des Hundes zur Geltung zu bringen, jedoch nicht so viel, dass die natürlichen Linien des Körpers verwischt werden. Das Haarkleid darf in keiner Weise getrimmt werden. Nasenrücken spärlich mit Haar bedeckt, wobei dieses an den Seiten etwas länger ist, gerade ausreichend, um die Lefzen zu bedecken. An den Wangen, den Unterlippen und unter dem Kinn nimmt das Fell zur Brust hin an Länge zu und bildet den typischen Bart.


Farbe: Schiefergrau, rötlich falbfarben, schwarz, blau, alle Schattierungen von Grau, Braun und Sandfarben, mit oder ohne weißen Abzeichen. Niemals Merle/gescheckt. Wenn Weiß vorkommt, tritt es am Fang, als Blesse auf dem Schädel, an der Rutenspitze, auf der Brust, an den Läufen und an den Pfoten auf. Sofern es als Halskrause vorkommt, darf der Ansatz der weißen Haare nicht hinter die Schulter hinausreichen. Weiß sollte oberhalb des Sprunggelenks nicht an den Außenseiten der Hinterläufe auftreten. Leichte lohfarbene Abzeichen sind an den Augenbrauen, auf der Innenseite der Ohren, auf den Backen, unter der Schwanzwurzel und an den Läufen an den Übergangsstellen zwischen Weiß und der Grundfarbe erlaubt.

 

 

 

Größe und Gewicht:


Ideale Widerristhöhe: Rüden- 53 bis 56 cm;  Hündinnen- 51 bis 53 cm.


Von der Größe sollten Gesamtqualität und Proportionen vorrangig gewürdigt werden, übertriebene Abweichungen von der Idealgröße sollten jedoch nicht gefördert werden.

 


Fehler:

 

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen, zu beachten ist.
 

 

Disqualifizierende Fehler:


-    Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde
-    Hunde, die deutlich physische Abnormitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen,

     müssen disqualifiziert werden.

 


N.B.


 - Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen,

   die sich vollständig im Hodensack befinden.


- Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

 

 

 

(Übersetzung: Dr. Elke Jarnut- ergänzt Christina Bailey; Überarbeitung- Axel Komorowski)
 

Originalsprache: Englisch